Häufigste Sportverletzung ist zweifellos die Verstauchung, das Umknicken (= Distorsion), vorzugsweise im oberen Sprunggelenk – was auch gern beim ganz normalen Gehen im Alltag passieren kann.

Aufgabe / Funktion des oberen Sprunggelenkes:

Das auf- und ab bewegen des Fußes (Fuß nach oben ziehen oder nach unten strecken)
Gesichert wird diese Gelenkbewegung durch die seitlichen Bänder, die unterhalb des Innen- und Außenknöchels verlaufen.

Was kann zu einer Distorsion führen?

  • äußere Einflüsse (z.B. unebener Untergrund, Waldboden, grobschottriger Weg)
  • beim Sport (z.B. Fußball – Tackling mit dem Gegenspieler, Beachvolleyball – Mulde im Sand)
  • mangelnde Konzentration (zu wenig dort hingeschaut, wo man gerade hintritt)

Vielen scheint diese eher ungefährliche Situation nicht erwähnenswert. Wenn der Fuß nicht gleich dick anschwillt, dann lassen wir den Gang zum Arzt.

Leider sind an einer Distorsion so viele unterschiedliche Strukturen beteiligt, dass wir es nicht als Bagatelle einstufen sollten – es könnten – je nach Krafteinwirkung beim umknicken – Bänder angerissen oder gerissen sein.

Auch wenn die Gelenkschwellung nach wenigen Tagen vergangen sein mag, die Problematik bei zu frühem Einstieg ins Training / neue Belastung liegt in dem Risiko, das Gelenk dauerhaft zu destabilisieren – was nach Jahren durchaus zu Arthrose führen kann.

Behandlungsempfehlung (die allseits bekannte und beliebte PECH-Regel):

  • P – für Bewegungs/Sport-Pause einlegen
  • E – wie EIS / Kühlung
  • C – wie Compression (Druckverband)
  • H – wie hoch lagern
  • und Ä – wie ärztlich abchecken lassen um durch Röntgen bzw. eine Untersuchung eine mögliche Fraktur oder Bandabriss auszuschließen.

Das Lösen eines Blutergusses – und damit einer Druckmilderung – kann sehr gut auch durch ein Kinesio-Tape unterstützt werden. Es fördert den Abtransport der Flüssigkeit aus dem Gewebe und vermittelt gleichzeitig ein Gefühl der Stabilität – ohne dabei den Blutfluss einzuschränken.